Während in einzelnen Städten und Nachbarschaften Publikumsdiskussionen über den Zustand, die Öffnungszeiten und die Sicherheit öffentlicher Toiletten geführt werden, ergibt die Recherche, dass es keinen nationalen Beschluss gibt, alle öffentlichen WCs zu schließen. Stattdessen finden sich in der Praxis unterschiedliche Lösungen: Manche Gemeinden investieren in Modernisierung oder outsourcing, andere reduzieren Betriebszeiten oder stellen Zugangsregeln auf – Maßnahmen, die lokal beschlossen und umgesetzt werden.
Rechtlich untermauert wird die kommunale Zuständigkeit durch Regelwerke, die den Gemeinden Kompetenzen zur Nutzung und Regulierung des öffentlichen Raums zuschreiben. Bürgerinitiativen und städtische Wohlfahrtsgruppen fordern zugleich, Standards für Barrierefreiheit und Gratiszugang zu sichern; Kommunen stehen damit vor der Aufgabe, Kosten, Hygieneanforderungen und soziale Zugänglichkeit auszutarieren.