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Banco de Portugal warnt vor per Post verschickten falschen Multibanco-Karten

Die Zentralbank in Portugal hat am 1. Oktober 2026 vor einer neuen Betrugsmasche mit angeblichen Austauschkarten gewarnt. Betroffene sollen nicht reagieren und stattdessen ihre Bank über offizielle Kanäle kontaktieren.

Der Banco de Portugal hat am 1. Oktober 2026 vor einer neuen Betrugsmasche mit vermeintlichen Multibanco-Ersatzkarten gewarnt. Betrüger schicken unaufgefordert Karten per Post und setzen die Empfänger anschließend per SMS, E‑Mail oder Anruf unter Druck, diese „zu aktivieren“ – oft unter Androhung einer Kontosperrung. Die Aufsicht rät, nicht zu reagieren, keine Daten preiszugeben und umgehend die eigene Bank über deren offizielle Kontaktwege zu informieren.

Nach Angaben portugiesischer Medien wie SIC Notícias, Diário de Notícias und Jornal de Notícias beziehen sich die Hinweise auf eine aktuelle Mitteilung der Zentralbank. Reguläre Austausch- oder Ersatzkarten werden in Portugal von der jeweils kontoführenden Bank angekündigt und mit klaren, überprüfbaren Informationen versandt. Aufforderungen zur kurzfristigen Installation unbekannter Apps, zur Eingabe kompletter Zugangsdaten oder zur Preisgabe von Einmalcodes sind ein starkes Warnsignal.

Kundinnen und Kunden sollten in Verdachtsfällen die Karte nicht benutzen, die Bank direkt über die bekannten Nummern oder das Online-Banking kontaktieren, verdächtige Nachrichten nicht beantworten und Links sowie Anhänge meiden. Bei festgestellten unautorisierten Buchungen ist eine sofortige Meldung an die Bank nötig; ergänzend kann eine Anzeige bei der Polizei sinnvoll sein. Ob und in welchem Umfang Erstattungen erfolgen, richtet sich nach dem geltenden Recht und dem individuellen Fall – entscheidend ist, dass Betroffene zügig handeln und keine sensiblen Informationen weitergeben.

Das Multibanco-System ist in Portugal flächendeckend im Einsatz; entsprechend groß ist der potenzielle Schaden, wenn sich Kriminelle die Vertrautheit mit physischen Karten zunutze machen. Bereits in der Vergangenheit hat der Banco de Portugal vor Phishing und sozialem Engineering gewarnt. Die nun geschilderte Variante kombiniert einen real wirkenden Postversand mit anschließenden Kontaktaufnahmen, die Zeitdruck erzeugen sollen.

Für Banken bedeutet der Hinweis, interne Abläufe zur Kundeninformation, zur Erkennung untypischer Aktivierungen und zur schnellen Sperrung von Karten zu überprüfen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt: Legitimationen, PINs und Einmalfreigaben werden nicht am Telefon oder per E‑Mail abgefragt. Offizielle Stellen und Banken fordern niemals zur Installation unbekannter Anwendungen auf. Konkrete Zahlen zum Ausmaß der Fälle liegen derzeit nicht vor; belastbare Schätzungen sind erst möglich, wenn Institute und Aufsichtsbehörden weitere Daten veröffentlichen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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