Das Instituto Português do Mar e da Atmosfera (IPMA) hat am Donnerstag vor einer mehrtägigen Regenlage gewarnt. Ab Freitag, 6. November 2026, lenkt ein atmosphärischer Fluss aus der Karibik sehr feuchte Luft nach Portugal. Nach Einschätzung der Behörde sind zwischen Sonntag und Dienstag, 8. bis 10. November, verbreitet kräftige und teils anhaltende Niederschläge möglich.
Als aktueller Anlass gelten neue Modellläufe, die eine ausgeprägte atlantische Depression zeigen. Diese soll wiederholt Frontensysteme auf Madeira und das portugiesische Festland führen. Für den Madeira‑Archipel hat das IPMA deshalb bereits gelbe Warnungen wegen zeitweise starker Regenfälle und möglicher Gewitter aktiviert. Für weitere Regionen werden gestaffelte Hinweise und gegebenenfalls Warnstufen in Aussicht gestellt, abhängig von der Entwicklung der nächsten Prognoseläufe.
Die meteorologischen Analysen stützen sich unter anderem auf Produkte des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF). Darin verbinden sich der atmosphärische Fluss und eine langwellige Tiefdruckzone über dem Ostatlantik, was das Risiko für intensive Niederschlagsphasen erhöht. Lokal sind binnen kurzer Zeit hohe Regenmengen nicht auszuschließen, besonders bei Staueffekten an Gebirgshängen.
Der Zivilschutz ruft zu üblichen Vorsichtsmaßnahmen auf. Dazu zählen das Verfolgen der laufenden Hinweise des IPMA, das Sichern lose abgestellter Gegenstände, die Vorsicht in Küstennähe bei starkem Seegang sowie das Meiden überflutungsgefährdeter Unterführungen, Uferwege und Senken. In Hanglagen ist bei gesättigten Böden mit erhöhter Rutschungsgefahr zu rechnen. Mit stürmischen Böen und Gewittern ist örtlich zu rechnen; die Stärke und genaue Verteilung hängen von der Zugbahn der Fronten ab.
Atmosphärische Flüsse transportieren große Wassermengen über weite Distanzen und können, in Verbindung mit orographischer Hebung, zu außergewöhnlichen Regenereignissen führen. Portugal hat derartige Wetterlagen in der Vergangenheit wiederholt erlebt. Der aktuelle Ausblick bleibt jedoch vom kurzfristigen Verlauf der atlantischen Depression abhängig. Das IPMA kündigte fortlaufende Aktualisierungen der regionalen Vorhersagen und Warnkarten an. Konkrete Angaben zu möglichen Schäden oder exakten Niederschlagssummen machten die Behörden nicht; entsprechende Einschätzungen werden erst bei höherer Vorhersagesicherheit veröffentlicht.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).