Die Universidade Atlântica und die Intercontinental Aviation Academy Portugal (FlyIAA Portugal) haben am 3. Oktober 2026 eine Partnerschaft geschlossen, die ein integriertes Ausbildungsangebot für angehende Verkehrsflugzeugführer in Portugal startet. Das Programm kombiniert einen akademischen Hochschulabschluss mit der praktischen Pilotenausbildung nach europäischen Luftfahrtnormen und soll im Laufe des Oktober anlaufen. Dies geht aus übereinstimmenden Mitteilungen beider Partner und einem Bericht des Jornal Económico hervor.
Nach der Vereinbarung verantwortet die Universidade Atlântica die akademische Seite: Zulassung, Curricula, Akkreditierung und die Vergabe des Grades. FlyIAA Portugal übernimmt die fliegerische Ausbildung inklusive der vorgeschriebenen Prüfungen nach EASA Part‑FCL unter Aufsicht der Autoridade Nacional da Aviação Civil (ANAC). Vorgesehen ist, dass Studierende parallel Universitätsmodule und Flugtraining absolvieren. Als Studienrichtungen werden unter anderem Luftverkehrsmanagement und Luftfahrttechnik genannt.
Hintergrund ist ein anhaltender Bedarf an Cockpitpersonal in Europa, auf den staatliche und private Anbieter in Portugal bereits mit unterschiedlichen Programmen reagieren. Die Partnerschaft von Atlântica und FlyIAA ergänzt dieses Feld um einen formal verzahnten Weg, der akademische und berufliche Qualifikation verbindet. Details zur genauen Ausgestaltung – von der Anrechnung zwischen Theorie- und Flugstunden über Stundenpläne bis zur Zahl der Plätze – sollen schrittweise veröffentlicht werden.
Zentrale Rahmenbedingungen sind gesetzt: Hochschulgrade in Portugal unterliegen der Akkreditierung durch die A3ES und der Registrierung bei der Direção‑Geral do Ensino Superior; entsprechende Einträge und Kursunterlagen der Universidade Atlântica liegen im Diário da República vor. Die fliegerische Lizenzierung richtet sich nach dem europäischen Recht und wird national durch die ANAC überwacht. Für Bewerberinnen und Bewerber ist damit klar trennbar, welcher Teil des Angebots welchem Regime untersteht.
Offen bleiben vorerst vor allem Kosten, Bewerbungsfristen über den Herbst 2026 hinaus und die länderübergreifende Anerkennungskette für Absolventinnen und Absolventen in den Personalprozessen großer Airlines. Beide Partner verweisen auf einen gestaffelten Start und zusätzliche Informationsangebote, darunter offene Beratungstage. Ob das Modell eine breitere Neuordnung der Ausbildungspfade in Portugal anstößt, hängt von der Nachfrage, der Finanzierbarkeit und den Ergebnissen der ersten Jahrgänge ab.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).