Wirtschaft

Associação Empresarial de Portugal kritisiert Staatshaushalt 2027 als unzureichend für Unternehmenswettbewerb

Die Associação Empresarial de Portugal hält die am 8. Oktober 2026 eingebrachte Haushaltsvorlage für 2027 für zu schwach, insbesondere wegen einer prognostizierten Verringerung der steuerlichen Gesamtbelastung um nur 0,1 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts.

Kurzmeldung

Die Associação Empresarial de Portugal (AEP) hat die am 8. Oktober 2026 dem Parlament vorgelegte Entwurfsfassung des Orçamento do Estado para 2027 als unzureichend bezeichnet. In einer Stellungnahme vom 9. Oktober 2026 kritisiert der Verband, dass die im Regierungsentwurf vorgesehene Verringerung der carga fiscal um nur 0,1 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts nicht ausreiche, um spürbare Entlastungen für Haushalte und Unternehmen zu bringen. Nach Auffassung der AEP fehlen verlässliche, mehrjährige Entlastungen bei der Einkommensteuer (IRS) und der Körperschaftsteuer (IRC) sowie Maßnahmen, die den Aufbau von Eigenkapital und die Skalierung kleiner und mittlerer Unternehmen fördern.

Die AEP hebt zugleich positive Einzelbestandteile anerkennend hervor, fordert jedoch verstärkte Anreize für Forschung und Entwicklung sowie für Internationalisierung. Konkret verlangt der Verband die Verlängerung und Stärkung des steuerlichen FuE-Instruments SIFIDE, eine schrittweise Reduktion der überregionalen Unternehmensabgabe Derrama mit dem Ziel einer abschließenden Abschaffung sowie zusätzliche Investitionen in digitale Infrastruktur und berufliche Weiterbildung. Weiterhin drängt die AEP auf bürokratische Vereinfachungen und eine Beschleunigung gerichtlicher Verfahren, um unternehmerische Investitionen weniger risikobehaftet zu machen.

Die AEP stellt ihre Forderungen als Interessenvertretung dar; ihre Bewertung ist dementsprechend als Position einer Wirtschaftsorganisation einzuordnen. Der parlamentarische Prozess wird noch zeigen, ob und in welchem Umfang der Haushaltsentwurf angepasst wird: Die allgemeine Debatte zur Vorlage ist nach Plan für den 27. und 28. Oktober 2026 angesetzt, die Schlussabstimmung für den 24. November 2026. Für Unternehmen ist der laufende Budgetprozess bedeutend, weil er die Rahmenbedingungen für Investitionen, Beschäftigung und Innovation im Jahr 2027 prägt. Die Regierung verweist auf angestrebte haushaltspolitische Stabilität, während Wirtschaftsverbände wie die AEP einen stärkeren Schwerpunkt auf wachstumsfördernde Maßnahmen und dauerhafte Steuererleichterungen fordern.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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