Kurzmeldung
Am 27. Oktober 2026 legte die spanische Bank ABANCA ihre Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres vor. Dem Konzernkommuniqué zufolge belief sich der ausgewiesene Nettogewinn auf 579,1 Millionen Euro, ein Rückgang von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern stieg dagegen auf 764,5 Millionen Euro (+2,4 Prozent). Als Hauptursache für den deutlicheren Rückgang des Nettoergebnisses nennt die Bank eine höhere effektive Steuerquote infolge einer geringeren Nutzung von Steueranrechnungen im Vergleich zum Vorjahr.
Für Portugal weist ABANCA einen deutlichen Beitrag zum Konzernergebnis aus: Das Ergebnis vor Steuern aus dem Portugal-Geschäft wird mit 99 Millionen Euro angegeben, rund 19,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Das in Portugal ausgewiesene Geschäftsvolumen lag bei 21.260 Millionen Euro, die Nettokreditvergabe an Kunden bei 9.022 Millionen Euro. Zudem meldet die Bank für das laufende Jahr einen Zuwachs von etwa 19.000 Kunden in Portugal; konzernweit nennt ABANCA einen Kundenzuwachs von rund 116.000 Kunden in Spanien und Portugal zusammen.
Konzernweit stieg das konsolidierte Geschäftsvolumen auf 142.859 Millionen Euro (+6,4 Prozent). Der Bruttoertrag lag höher als im Vorjahr (+3,7 Prozent), und ABANCA berichtet stabilisierte bis leicht verbesserte Risikokennziffern, etwa bei Ausfallquoten und Deckungsgraden. Eine überarbeitete Jahresprognose veröffentlichte die Bank mit der Mitteilung nicht.
Die vorgelegten Zahlen entsprechen der Pressemitteilung und den Investorendokumenten von ABANCA vom 27. Oktober 2026. Unabhängige Medienberichte in Spanien und Portugal geben die zentralen Kennziffern und die steuerliche Begründung für den Rückgang des Nettogewinns wieder. Für die weitere Beurteilung der Entwicklung in Portugal sind die Nachhaltigkeit des Kreditwachstums, mögliche Änderungen der Steuerquote und die makroökonomische Lage in Portugal und Spanien relevante Einflussfaktoren.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).