Der Relatório Anual de Segurança Interna (RASI 2025) weist für das Jahr 2025 knapp 13.000 bei den Sicherheitsbehörden registrierte Einbrüche in Wohnungen und Häusern in Portugal aus. Das entspricht im Mittel etwas mehr als 35 angezeigten Fällen pro Tag. Die konsolidierten Angaben beruhen auf den Meldungen der Polícia de Segurança Pública (PSP) und der Guarda Nacional Republicana (GNR) und wurden im Frühjahr im Conselho Superior de Segurança Interna vorgestellt. Der Bericht betont, dass es sich um polizeilich erfasste Anzeigen handelt; eine Dunkelziffer ist möglich.
Laut RASI 2025 überwiegen dabei Diebstähle ohne schwere Gewaltanwendung. Fälle, in denen Körperverletzung verübt oder Waffen eingesetzt wurden, bleiben zahlenmäßig eine Minderheit. Regionale Schwerpunkte und saisonale Schwankungen werden ausgewiesen: So verzeichnen die Behörden Muster von tagsüber begangenen Gelegenheitsdiebstählen neben gezielteren Vorgehensweisen organisierter Gruppen. Als erschwerende Faktoren für die Ermittlungen nennt der Bericht grenzüberschreitende Absatzwege für Diebesgut sowie die Auswertung digitaler Spuren.
Die Sicherheitsbehörden verweisen auf bereits eingeleitete Maßnahmen. PSP und GNR intensivieren gemeinsame Lagenbilder und Kontrollen in besonders betroffenen Gebieten. Präventionskampagnen richten sich an Bewohnerinnen und Bewohner mit Hinweisen zu Sicherungstechnik und Nachbarschaftsaufmerksamkeit, etwa während Ferienzeiten. Ergänzend wird eine stärkere Einbindung der Polícia Judiciária bei Serien- und Bandenkriminalität hervorgehoben.
Politisch werden laut RASI 2025 zusätzliche Ressourcen für Prävention, Spurensicherung und datenschutzkonformen Informationsaustausch geprüft. Fachleute warnen jedoch im Bericht, kurzfristige Personalaufstockungen ohne länger angelegte Strategien zur Erhöhung der Wohnraumsicherheit und zur verbesserten Zusammenarbeit der Institutionen könnten nur begrenzte Wirkung entfalten. Der Bericht plädiert deshalb für verlässliche Tatortarbeit, zielgenaue Priorisierung von Hotspots und eine belastbare Auswertung von Wiederholungsdelikten.
Die Zahlen sind im europäischen Vergleich moderat, belegen aber eine anhaltende Belastung für Betroffene und Einsatzkräfte. Entscheidend für die Interpretation ist die Unterscheidung zwischen angezeigten und tatsächlich begangenen Taten: Während die registrierten Fälle eine unverzichtbare Basis für operative Planung bilden, bleibt der Blick auf mögliche Untererfassung und regionale Besonderheiten notwendig. Die Behörden kündigen an, die Datengrundlagen weiter zu harmonisieren und die Abstimmung zwischen PSP, GNR und Polícia Judiciária auszubauen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).